12.08.2025
Diabetes und Parodontitis hängen zusammen – in beide Richtungen
Dass Diabetes das Risiko für Parodontitis erhöht, ist seit Langem bekannt. Weniger bekannt ist die Gegenrichtung: Eine ausgedehnte Entzündung im Mund wirkt sich auf den gesamten Körper aus und kann die Einstellung des Blutzuckers erschweren. Fachgesellschaften der Zahnmedizin und der Diabetologie sprechen deshalb von einer Wechselbeziehung.
Praktisch heißt das zweierlei. Wer Diabetes hat, sollte den Zahnhalteapparat regelmäßig untersuchen lassen – und die Praxis sollte davon wissen. Und wer eine Parodontitis behandelt bekommt, sollte den Befund auch in der hausarztlichen oder diabetologischen Betreuung erwähnen.
Belegt ist ein Zusammenhang, kein Automatismus. Eine Parodontitisbehandlung ersetzt keine Diabetestherapie, und umgekehrt. Dass beide Seiten voneinander wissen, ist trotzdem sinnvoll.
Sagen Sie in der Zahnarztpraxis, welche Erkrankungen bei Ihnen bekannt sind und welche Medikamente Sie nehmen. Das gehört zur Befundaufnahme und beeinflusst die Planung.