10.06.2025
Rauchen verdeckt, was das Zahnfleisch meldet
Zahnfleischbluten ist das erste Zeichen einer Entzündung. Bei Raucherinnen und Rauchern bleibt es häufig aus. Nikotin verengt die kleinen Gefäße im Zahnfleisch; die Entzündung läuft weiter, sie meldet sich nur nicht. Deshalb wird eine Parodontitis bei Rauchern oft später entdeckt – und ist dann weiter fortgeschritten.
Rauchen gilt als der bedeutendste beeinflussbare Risikofaktor für Parodontitis. Es verschlechtert zudem das Ergebnis der Behandlung: Taschen schließen sich langsamer, und das Risiko, dass die Entzündung zurückkehrt, ist höher. Auch um Implantate herum ist die Gefahr einer Entzündung größer.
Die gute Nachricht: Der Effekt ist umkehrbar. Nach einem Rauchstopp nähert sich das Behandlungsergebnis über die Jahre dem von Nichtrauchern an. Ein Gespräch darüber gehört zur Parodontitisbehandlung dazu – nicht als Vorwurf, sondern weil es die Aussichten verändert.
Wenn Sie rauchen und Ihr Zahnfleisch nicht blutet, ist das kein Freibrief. Lassen Sie die Taschentiefen messen.