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Stadien und Grade: wie Parodontitis heute eingeteilt wird

Seit 2018 gilt weltweit eine neue Einteilung. Sie beschreibt nicht nur, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist, sondern auch, wie schnell sie voranschreitet.

Die Entwicklung der Zahnmedizin - speziell der Bereich der Parodontologie - schreitet schnell voran. Unsere Redaktion sichtet die Vielzahl an Informationen und stellt hier für Sie Interessantes und Neues zum Thema zusammen:

    08.04.2025

    Stadien und Grade: wie Parodontitis heute eingeteilt wird

    Bis vor wenigen Jahren wurde zwischen einer chronischen und einer aggressiven Parodontitis unterschieden. Diese Einteilung ist überholt. 2018 veröffentlichten die European Federation of Periodontology und die American Academy of Periodontology gemeinsam eine neue Klassifikation, die seither international verwendet wird.

    Sie arbeitet mit zwei Achsen. Das Stadium I bis IV beschreibt, wie viel Halteapparat bereits verlorengegangen ist und wie aufwendig die Behandlung deshalb wird. Der Grad A bis C beschreibt, wie schnell die Erkrankung voranschreitet und welche Risikofaktoren mitspielen – Rauchen und ein schlecht eingestellter Diabetes verschieben den Grad nach oben.

    Der Nutzen liegt in der Prognose: Zwei Menschen mit gleich tiefen Taschen können sehr unterschiedliche Aussichten haben, je nachdem, in welchem Alter der Verlust eingetreten ist und wie schnell. Die Einteilung macht diesen Unterschied sichtbar und beeinflusst, wie engmaschig die Nachsorge angesetzt wird.

    Wenn Sie in Ihrem Befund eine Angabe wie „Stadium III, Grad B“ lesen: Fragen Sie nach, was das für Ihren Fall bedeutet. Die Einteilung ist dafür gemacht, erklärt zu werden.

    Quelle: World Workshop der European Federation of Periodontology und der American Academy of Periodontology, veröffentlicht 2018.

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