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Parodontitis - erkennen, behandeln, vorbeugen

Zahnfleisch und Kieferknochen: Wie eine Parodontitis entsteht, woran Sie sie erkennen und was eine Behandlung wirklich leistet.

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Der Parodontologie-Berater erklärt, was bei einer Erkrankung des Zahnhalteapparats geschieht und was eine Behandlung leisten kann. Er beantwortet die Fragen, die vor dem ersten Termin aufkommen – unabhängig und ohne Werbung.

Neben den Erklärungen finden Sie hier Hinweise zur Zahnpflege, ein Lexikon der Fachbegriffe, unter Dentalwissen ausführliche Beiträge und unter News aktuelle Meldungen. Wer eine Praxis sucht, gibt in der Arztsuche seine Postleitzahl ein.

Die eigenen Zähne behalten

Dieser Wunsch steht im Mittelpunkt einer Zahnmedizin, die auf Vorbeugung setzt. Sorgfältige Mundhygiene zu Hause und professionelle Unterstützung in der Praxis sind dabei keine Gegensätze, sondern zwei Hälften desselben Wegs – und sie ersparen später aufwendige Behandlungen.

Home Parodontitis

Etwa drei von vier Erwachsenen erkranken im Lauf ihres Lebens an einer Parodontitis – viele, ohne es zu bemerken. Damit ist sie eine der häufigsten Erkrankungen überhaupt.

Sie beginnt leise: kein Schmerz, nur etwas Blut beim Putzen. Wer darauf nicht achtet, bemerkt sie oft erst, wenn Zähne sich lockern – und dann ist bereits Knochen verlorengegangen, der nicht zurückkommt.

Symptome einer parodontalen Erkrankung

Parodontale Erkrankungen verlaufen meist schmerzlos und werden deshalb oft erst in einem späten Stadium bemerkt. Mögliche Anzeichen einer Gingivitis oder Parodontitis:

  • Rotes, geschwollenes Zahnfleisch
  • Zahnfleisch blutet bei Berührung
  • Zahnfleischrückgang und lange Zahnhälse
  • Schmerzen an Zähnen und Zahnfleisch
  • Zähne lockern sich oder wandern
  • Schlechter Geschmack und lästiger Mundgeruch
  • Fortschreitender Abbau des Kieferknochens

Im fortgeschrittenen Stadium geht Gewebe unwiederbringlich verloren. Eine frühe Diagnose ist deshalb entscheidend. Stellen Sie eines oder mehrere dieser Anzeichen bei sich fest, suchen Sie Ihre Zahnarztpraxis auf.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Eine Parodontitis ist eine Entzündung des Zahnhalteapparats – also von Zahnfleisch, Wurzelhaut und Kieferknochen.
  • Sie verläuft meist schmerzlos und wird deshalb oft erst spät bemerkt.
  • Erste Anzeichen sind gerötetes, geschwollenes Zahnfleisch, Blutungen beim Putzen und hartnäckiger Mundgeruch.
  • Unbehandelt geht Kieferknochen verloren, Zähne lockern sich und können ausfallen. Dieser Abbau lässt sich nicht rückgängig machen.
  • Je früher die Behandlung beginnt, desto mehr Zahnsubstanz bleibt erhalten.

Kurz beantwortet

Häufig gestellte Fragen

Die Behandlungskosten sind abhängig von den Behandlungsschritten, den erkrankten Zähnen und variieren demnach von Patient zu Patient. Vor Beginn der Behandlung erstellt der Behandler einen so genannten Heil- und Kostenplan, auf dem die Kosten aufgeführt sind. Es wird ebenfalls ersichtlich, welche Kosten von der gesetzlichen Krankkasse übernommen werden und welche als Zusatzleistungen selbst getragen werden müssen.

Ein Implantat kann viele Jahre halten – entscheidend ist, wie gesund das Gewebe ringsum bleibt. Wer eine Parodontitis hinter sich hat, trägt dabei ein höheres Risiko: Dieselben Bakterien können auch das Gewebe um ein Implantat angreifen. Man spricht dann von einer Periimplantitis.


Vor einer Implantation sollte eine Parodontitis deshalb ausbehandelt sein. Danach entscheidet die Nachsorge: regelmäßige Kontrollen, professionelle Reinigung und sorgfältige Mundhygiene zu Hause. Unter diesen Bedingungen sind Implantate auch nach einer Parodontitis eine verlässliche Lösung.

Befolgen Sie unbedingt die Hinweise Ihres Zahnarztes. Er wird Ihnen sagen, worauf Sie achten müssen.
Die einmalige Anwendung von Schmelzmatrixproteinen ist im Normalfall ausreichend. Der regenerative Prozess, der durch die Schmelzmatrixproteine angeregt wird, setzt sich über einen längeren Zeitraum – oftmals über mehr als ein Jahr – fort.
Konsequente Mundhygiene ist das A und O. Ihr Behandler gibt Ihnen gerne Auskunft, ob Sie weitere „Regeln“ beachten müssen, z. B. Rauchen einschränken oder aufgeben.
Parodontalerkrankungen werden in der Regel von Bakterien verursacht, die sich zwischen Zahn und Zahnfleisch einnisten und eine Entzündung verursachen. Bestehende systemische Erkrankungen (z. B. Diabetes) oder Stress oder mangelhafte Mundhygiene können den Krankheitsverlauf ebenfalls beeinflussen.
Erste Anzeichen einer parodontalen Erkrankung sind rotes, geschwollenes Zahnfleisch, Zahnfleischbluten, Zahnfleischrückgang, Schmerzen an Zähnen und Zahnfleisch, gelockerte Zähne, schlechter Geschmack im Mund und Mundgeruch.
Unter der Rubrik „Arztsuche“ können Sie über Ihre Postleitzahl und der Eingrenzung des Suchgebietes einen Behandler in Ihrer Nähe finden.
Zahnfleischbluten kann ein Anzeichen einer parodontalen Erkrankung sein. Bei regelmäßigem Auftreten (z. B. beim Zähneputzen) sollten Sie Ihren Zahnarzt aufsuchen.
In der aktiven Behandlungsphase bestimmt Ihr Zahnarzt die Abstände zwischen den Besuchen, diese können – je nach dem Stadium der Erkrankung – eng beieinander liegen. Auch wenn Sie keine parodontale Erkrankung haben, sollten Sie die Kontrolltermine 1-2 mal im Jahr wahrnehmen.
Rechtzeitig erkannt, kann das Fortschreiten der Parodontalerkrankung und der Verlust eines oder mehrerer Zähne in den meisten Fällen verhindert werden. Ist ein Zahn bereits so stark geschädigt, dass er nicht mehr erhalten werden kann, ist die Entfernung oftmals die einzige Möglichkeit.
Wechselwirkungen gibt es unter anderem bei Diabetes mellitus, hier ist ein schlecht eingestellter Blutzuckerspiegel ein Risikofaktor. Zahnkaries, Stress oder eine allgemeine Abwehrschwäche können ebenfalls das Entstehen einer Parodontitis begünstigen. Die Parodontitis steht als Risikofaktor für Herzerkrankungen, der vorzeitigen Geburt von untergewichtigen Kindern und Arthritis in Betracht. Auch durch die Hormonumstellung während der Schwangerschaft kann eine Parodontalerkrankung entstehen.
Die Gingivitis kann durch verbesserte und konsequente Mundhygiene selbst behandelt werden. Bei beständigen Zahnfleischproblemen sollte unbedingt ein Zahnarzt aufgesucht werden.
Je nach Ausprägung der Parodontalerkrankung und dem Wunsch, den erkrankten Zahn zu erhalten, ist ein chirurgischer Eingriff nicht vermeidbar. Ob ein chirurgischer Eingriff durchgeführt werden sollte, ist abhängig von der individuellen Situation.
Ja, eine Parodontitis kann übertragen werden, z. B. bei der Benutzung derselben Zahnbürste, desselben Essbestecks oder auch durch das Befeuchten eines Babysaugers (Schnuller).
Aktuelle Ergebnisse von Untersuchungen haben aufgezeigt, dass die mit Hilfe der Schmelzmatrixproteine wieder aufgebauten Gewebe nach 5 Jahren stabil waren.
Im schlimmsten Fall führt eine nicht behandelte Parodontalerkrankung zum Verlust des oder der erkrankten Zähne.