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Verlauf einer Parodontalerkrankung

Zahnbelag lagert sich ab und es entsteht eine leichte Zahnfleischentzündung durch Plaque und Zahnsteinauflagerung.

Das Zahnfleisch entzündet sich; es blutet. Zahnbelag lagert sich am Zahn im Bereich des Zahnfleischrandes ab und es entsteht eine leichte Zahnfleischentzündung (Gingivitis) durch Plaque und Zahnsteinauflagerung.

Der Zahnfleischsaum löst sich vom Zahn, Bakterien breiten sich aus, Plaque verfestigt sich zu Zahnstein, der umgebende Knochen wird abgebaut. Die Folge ist eine starke Entzündung von Zahnfleisch und Zahnhalteapparat (Parodontitis).

Das Zahnfleisch zieht sich zurück, Kieferknochen und Haltefasern werden weiter abgebaut, es entsteht ein knöcherner Defekt. Der Zahn wird locker und fällt aus.

Rezessionsdefekt

Bleibt eine Parodontitis unbehandelt, dringt die Entzündung tiefer an der Wurzel entlang. Es entstehen knöcherne Defekte – der Knochen wird abgebaut, das Zahnfleisch zieht sich nach. Liegt der Zahnhals dadurch frei, spricht man von einem Rezessionsdefekt.

Auch ohne Entzündung möglich

Zahnfleisch und Knochen können sich auch ohne vorausgegangene Entzündung zurückziehen. Die Gründe sind vielfältig: zu kräftiges Putzen mit harter Bürste, ein ungünstiger Zahnstand, ein straffes Lippenbändchen, das am Zahnfleisch zieht, oder eine von Natur aus dünne Gewebeschicht.

Die Unterscheidung ist wichtig, denn die Behandlung fällt unterschiedlich aus: Bei einer Entzündung muss diese zuerst ausheilen, bei mechanischer Ursache ändert man zuerst die Ursache.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Am Anfang steht Belag am Zahnfleischrand; daraus wird eine Zahnfleischentzündung.
  • Bleibt sie bestehen, löst sich der Zahnfleischsaum vom Zahn und es entstehen Taschen.
  • In den Taschen verfestigt sich der Belag zu Zahnstein; der Knochen wird abgebaut.
  • Am Ende lockert sich der Zahn. Bis dahin tut nichts davon weh.

Kurz beantwortet

Häufig gestellte Fragen

Das lässt sich nicht allgemein sagen. Bei manchen Menschen bleibt es jahrelang bei einer Gingivitis, bei anderen greift die Entzündung binnen Monaten auf den Knochen über. Rauchen, Diabetes und eine erbliche Veranlagung beschleunigen den Verlauf.

An freiliegenden Zahnhälsen, länger wirkenden Zähnen, Mundgeruch, der bleibt, und später an Zähnen, die sich bewegen. Verlässlich ist nur die Messung der Taschentiefen in der Praxis.

Ja. Sie lässt sich bei den meisten Menschen zum Stillstand bringen. Nicht umkehrbar ist der bereits eingetretene Knochenverlust – deshalb zählt jeder Monat, in dem früher behandelt wird.