Behandlungsformen der Parodontalerkrankungen
Man kann die parodontologischen Eingriffe unterscheiden in die Initialtherapie und Geweberegeneration.
Ist eine parodontale Erkrankung eingetreten, lässt sich ihr Fortschreiten in den meisten Fällen aufhalten. Moderne Verfahren arbeiten dabei schonender, als es noch vor wenigen Jahren möglich war.
Zwei Wege
Die Initialtherapie stoppt die Erkrankung. Sie entfernt die Ursache – den bakteriellen Belag in den Zahnfleischtaschen – und verhindert, dass weiteres Zahnfleisch und weiterer Knochen verlorengehen. Bereits verlorenes Gewebe gewinnt sie nur begrenzt zurück.
Die Geweberegeneration setzt danach an. Sie versucht, verlorengegangenes Gewebe neu zu bilden, damit der Zahnhalteapparat seine Aufgabe wieder erfüllen kann.
Die Reihenfolge ist nicht umkehrbar: Ohne ausgeheilte Entzündung hat ein Wiederaufbau keine Aussicht auf Bestand.
Kurz beantwortet
Häufig gestellte Fragen
Bei Taschentiefen bis etwa fünf Millimetern in der Regel ja. Bleiben danach tiefere Taschen bestehen, wird ein chirurgischer Schritt erwogen.
Meist nicht. Die mechanische Reinigung ist die Behandlung; ein Antibiotikum kommt nur in bestimmten Fällen begleitend dazu, etwa bei rasch fortschreitenden Formen. Es ersetzt die Reinigung nie.
Beim geschlossenen Vorgehen wird ohne Schnitt gereinigt, geführt vom Tastsinn. Beim offenen Vorgehen wird das Zahnfleisch abgeklappt, sodass die Wurzel unter Sicht gereinigt und der Knochen beurteilt werden kann.