Behandlungsziele bei Parodontalerkrankungen
Die chirurgischen Parodontaltherapie ist ein regeneratives Therapieverfahren in der Parodontologie
Der Zahnhalteapparat entsteht in einem fein abgestimmten Vorgang, bei dem Schmelzmatrixproteine eine Schlüsselrolle spielen. Sie steuern, dass Wurzelzement, Fasern und Knochen in der richtigen Reihenfolge und im richtigen Verhältnis gebildet werden.
Was die Behandlung erreichen will
Vor gut einem Jahrzehnt gelang es, diese Proteine auch nach Abschluss der Zahnentwicklung verfügbar zu machen. Damit verschob sich das Ziel der Parodontaltherapie: Sie will nicht mehr nur den Abbau anhalten, sondern verlorenes Gewebe zurückgewinnen.
Drei Ziele stehen nebeneinander – die Entzündung beenden, den Zahn erhalten, und wo möglich den Halteapparat wieder aufbauen.
Kurz beantwortet
Häufig gestellte Fragen
Die Entzündung zum Stillstand bringen, die Taschen so weit verkleinern, dass sie sich reinigen lassen, und den Zahn erhalten. Ein Gebiss wie vor der Erkrankung ist nicht das Ziel und meist auch nicht möglich.
An Taschentiefen, die bei der Nachmessung geringer sind, und vor allem daran, dass die Sondierung nicht mehr blutet. Ausbleibende Blutung gilt als bestes Zeichen für einen stabilen Zustand.
Das hängt vom Befund ab. Stark gelockerte Zähne mit weit fortgeschrittenem Knochenverlust lassen sich manchmal nicht halten. Der Behandlungsplan sagt vorher, welche Zähne als fraglich gelten.