News FAQs Dental-Lexikon Kontakt

Befundaufnahme einer Parodontalerkrankung

Zunächst erfolgt eine Untersuchung zur Befundaufnahme / Anamnese, bei der (Vor-)Erkrankungen abgefragt werden

Am Anfang steht eine ausführliche Untersuchung. Neben den akuten Beschwerden fragt die Praxis nach Vorerkrankungen – Diabetes und Bluthochdruck sind hier besonders wichtig – nach eingenommenen Medikamenten und nach Gewohnheiten wie dem Rauchen.

Was gemessen wird

Erhoben werden klinische und röntgenologische Befunde: Die Tiefe jeder Zahnfleischtasche wird gemessen, der Knochenverlauf auf dem Röntgenbild dokumentiert. Aus beidem ergibt sich das Stadium der Erkrankung – und daraus, welche Behandlung angezeigt ist.

Der Gentest

Tritt eine Parodontitis trotz sorgfältiger Mundhygiene auf, kann ein Test zeigen, ob eine familiäre Veranlagung vorliegt. Untersucht wird das Erbgut der Bakterien, die die Entzündung auslösen. Das Ergebnis beeinflusst, wie engmaschig kontrolliert wird.

Vom Befund zum Plan

Aus der Untersuchung entsteht die Diagnose, aus der Diagnose der Therapieplan. Er legt alle weiteren Schritte fest. Eines lässt sich dabei nicht ersetzen: die Mitarbeit des Patienten. Die regenerative Behandlung geschädigter Zähne zieht sich über Monate, und ohne sorgfältige Mundhygiene zu Hause trägt sie nicht.

Kurz beantwortet

Häufig gestellte Fragen

An jedem Zahn werden sechs Stellen sondiert: die Tiefe der Zahnfleischtasche, die Blutung auf Sondierung und der Verlust an Halteapparat. Dazu kommen Lockerungsgrade und, wenn nötig, Röntgenbilder.

Die Sonde misst das Weichgewebe. Wie viel Knochen tatsächlich abgebaut ist und ob der Verlust waagerecht oder trichterförmig verläuft, zeigt erst das Röntgenbild – und davon hängt ab, welche Verfahren in Frage kommen.

Eine Laboranalyse der Bakterien aus der Tasche. Sie kommt in Betracht, wenn die Erkrankung trotz guter Mundhygiene fortschreitet oder wenn über eine begleitende Antibiotikagabe entschieden werden muss – nicht als Routine.