Behandlungsbeginn: Befund und Screening
Reine Zahnreinigung reicht bei einer Parodontitis nicht mehr aus. Nur eine Parodontalbehandlung in der Praxis kann einen Stillstand der Entzündung bewirken
Stellt die Praxis bei einer Untersuchung fest, dass der Zahnhalteapparat behandelt werden muss, steht am Anfang ein ausführliches Gespräch: über die Mundhygiene zu Hause, über mögliche Ursachen und über die Schritte, die folgen.
Der Parodontale Screening Index
Um den Zustand des Zahnbetts zu beurteilen, wird der Parodontale Screening Index erhoben – kurz PSI. Er dient zugleich der Früherkennung: Veränderungen zeigen sich darin, bevor sie Beschwerden machen.
Wie gemessen wird
Mit einer stumpfen Sonde wird jeder Zahn rundherum abgetastet. Gemessen wird zweierlei: wie tief die Zahnfleischtasche an dieser Stelle ist und ob das Zahnfleisch dabei blutet. Beides zusammen ergibt ein Bild davon, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist und welche Behandlung angezeigt ist.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Am Anfang steht die Befundaufnahme: Taschentiefen an jedem Zahn, Blutung auf Sondierung, Krankengeschichte.
- Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die systematische Behandlung, wenn der Befund sie begründet. Der Antrag wird vor Beginn gestellt.
- Vor der eigentlichen Reinigung geht es um die Ursachen: Mundhygiene, Rauchen, Vorerkrankungen.
- Zwischen den Schritten liegen Wochen, in denen das Gewebe heilt. Rechnen Sie mit mehreren Monaten.
Kurz beantwortet
Häufig gestellte Fragen
Befundaufnahme: Die Taschentiefen werden an jedem Zahn gemessen, die Blutungsneigung beurteilt und die Krankengeschichte aufgenommen. Dazu kommt ein Gespräch über Rauchen, Vorerkrankungen und die Mundhygiene zu Hause.
Bringen Sie eine Liste Ihrer Medikamente mit und nennen Sie bekannte Erkrankungen, besonders Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Blutverdünner. Das beeinflusst die Planung.
Die eigentliche Reinigung umfasst je nach Umfang ein bis zwei Sitzungen. Zwischen den Schritten liegen Wochen, in denen das Gewebe heilt. Rechnen Sie insgesamt mit mehreren Monaten – die Nachsorge läuft danach dauerhaft weiter.