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Biofilm - Patienteninformation

Biofilm besteht aus Bakterien und deren Stoffwechselprodukten, Nahrungsresten und Bestandteilen des Speichels

Zahnbelag – früher Plaque, heute meist Biofilm genannt – besteht aus Bakterien, ihren Stoffwechselprodukten, Nahrungsresten und Bestandteilen des Speichels. Er ist kein Schmutz, der sich weg­spülen ließe, sondern eine geordnete Lebensgemeinschaft, die sich fest an die Zahnoberfläche heftet.

Ein Gleichgewicht, das kippen kann

Im gesunden Mund halten sich die Bakterien auf Schleimhaut und Zähnen in einem Gleichgewicht. Verschiebt es sich – durch mangelnde Reinigung, durch Zucker, durch Rauchen oder eine geschwächte Abwehr –, gewinnen jene Arten die Oberhand, die Entzündungen auslösen.

Deshalb ist die mechanische Reinigung durch nichts zu ersetzen: Ein Biofilm lässt sich nicht wegspülen, er muss abgetragen werden.

Kurz beantwortet

Häufig gestellte Fragen

Eine organisierte Gemeinschaft von Bakterien, die sich mit einer eigenen Schutzschicht an die Zahnoberfläche heftet. Innerhalb dieser Schicht sind die Bakterien gegen Spülungen und Antibiotika weitgehend geschützt.

Sie erreicht die Oberfläche des Biofilms, nicht sein Inneres. Ein Biofilm muss mechanisch gestört werden – durch Bürste, Bürstchen oder die Instrumente in der Praxis. Spülungen sind eine Ergänzung, kein Ersatz.

Innerhalb von Stunden beginnt die Neubesiedlung; nach ein bis zwei Tagen ist der Biofilm wieder organisiert. Deshalb ist die Täglichkeit wichtiger als die Gründlichkeit einer einzelnen Reinigung.