Parodontose - ein historischer Begriff
Parodontose oder Parodontitis? Was der Unterschied ist, welcher Begriff fachlich stimmt und was hinter dem Zahnfleischrückgang steckt.
Der Begriff Parodontose stammt aus den zwanziger Jahren. Damals fasste man darunter alle Erkrankungen des Zahnhalteapparats zusammen. Gemeint war ursprünglich etwas Bestimmtes: ein Knochenabbau ohne Entzündung und ohne vertiefte Zahnfleischtaschen.
Warum der Begriff heute nicht mehr gilt
Die Forschung hat gezeigt, dass nahezu jeder Abbau des Zahnhalteapparats entzündlich bedingt ist. Fachlich richtig heißt es deshalb Parodontitis – die Endung sagt, dass eine Entzündung vorliegt.
Im Alltag hält sich „Parodontose“ hartnäckig. Wenn Sie den Begriff hören oder benutzen, ist fast immer eine Parodontitis gemeint – und die gehört behandelt.
Kurz beantwortet
Häufig gestellte Fragen
Umgangssprachlich ja, fachlich nein. „Parodontose“ bezeichnete früher einen Rückgang ohne Entzündung. Fast immer liegt aber eine Entzündung vor – und die heißt Parodontitis. Der Begriff Parodontose gilt heute als überholt.
Weil es sich eingebürgert hat. In Befunden und Behandlungsplänen steht heute Parodontitis, samt Stadium und Grad. Wenn Sie „Parodontose“ hören, ist in aller Regel dasselbe gemeint.